12 Februar 2009

London und die ersten Missionserfahrungen

So, da bin ich mal wieder - mit dem Rückblick der letzten Tage und Wochen.
Am 1. Februar hab ich's nach 4 Wochen in England zum ersten mal geschafft in die Innenstadt von London zu gehen.
Mit meinen zwei Spaniern, Elias und Monica, hab ich zuerst die National Gallery besichtigt (schon ganz nett sich den van Gogh, Monet und wie sie alle heißen mal im Orginal anzuschauen) und bin dann noch zum Parlement und zum London Eye (großes Riesenrad) spaziert.
Schon schön alles mal mit eigenen Augen zu sehen und eine Briese Geschichte zu atmen, immerhin ist nicht jede Hauptstadt auch Zentrum eines Weltreichs gewesen. (mehr Bilder in der Diashow)
Darüberhinaus kennen sicher viele von euch die prachtvollen Bauten und kollossalen Alleen dieser alterwürdigen Stadt.
Glücklicherweise haben wir einen Tag erwischt, an dem es mal nicht neblig, bedeckt und grau war. Na ja - meistens zumindest. Nach eitlem Sonnenschein schlug das Wetter plötzlich auf Schneegestöber und dunkle Wolken um (nach ein paar mal hin und her von Sonne und Schnee kams dann zum Wintereinbruch in England). So hatten wir die folgenden Tage ca. 15 cm Schnee, was bei den Briten den Ausnahmezustand eingeläutet hat und sie erstmal ihre Schulen dichtgemacht haben etc.(in meiner "Abgeschiedenheit" krieg ich ja nur nen Bruchteil von dem ganzen Tohuwabohu mit).

Ansonsten durfte ich, neben meinen intensiven Studien diverser Putzutensilien, Waschbecken und Toiletten, auch ein bißchen mehr von der eigentlichen Arbeit von Sioncommunity kennenlernen - die Missions- und Evangelisationsarbeit.
Zum einen war ich einen Abend lang auf Besuch in einer Pfarrgemeinde, in der Sion gerade einen zweiwöchigen Einsatz hatte (dort hatte ich u.a. das Vergnügen Noel Chircop, einen bekannten CE-Prediger von ICPE zu hören u.a. war er Referent bei der M16 2006 in Deutschland). Zum anderen habe ich nun auch meine Feuertaufe in der Kinderarbeit hinter mir. Insgesamt 80 Kommunionkinder und deren Eltern hatten das Vergnügen das wirklich super-kreative Programm von Sion kennenzulernen. Neben Tänzen und kindgerechten Lehrteilen wurden die Kinder in kleinen Gruppen durch verschiedene Stationen geführt.
Nach insgsamt ca. 10 Gruppen mit je ca. 8 Achtjährigen und vielem Schnibbeln und Basteln war ich erstmal ziemlich am Ende. Ich bewundere die hingebungsvolle Arbeit der Sionmitarbeiter! Mit viel Kreativität und Liebe versuchen sie den Leuten, die oft aus schwierigen familiären Hintergründen kommen und mehr kirchenfern als kirchennah sind, zu erklären, was es heißt zur Kommunion zu gehen - nämlich einem liebenden und wirklich existierenden Gott zu begegnen!

Innerlich bereite ich mich schon auf mein nächstes Highlight vor: eine Schul- und Gemeindemission in Holland. Dort werde ich für ca. 3 Tage das englsich-holländische Team von Sioncommunity unterstützen. (Kleine Anmerkung für Leute, die sich nichts unter "Mission" vorstellen können: es ist nicht so, dass die Leute, die die Mission durchführen, versuchen jemandem zwanghaft zu ihrem Glauben zu bekehren oder zur großen Buße aufrufen. Im wesentlichen ist es das Ziel den Schülern, Gemeindemitgliedern in unserer heutigen Sprache zu erklären: Wer ist Gott/Jesus? Was hat er mit meinem/deinen Leben zu tun?
Dies passiert oft durch kleine Theaterstücke oder andere kreative Elemente und jemandem, der dazu ein paar Erklärungen gibt. Meistens erzählt der oder diejenige dabei etwas aus seinem Leben, um zu verdeutlichen wie Gott sich ihm/ihr gezeigt hat und was die "abstrakten" Begriffe wie Gottes Liebe, Beichte etc. für uns als Christen eigentlich bedeuten.
Die meisten Leute reagieren positiv auf den Besuch solcher "Missionare", die eigentlich auch nur gewöhnliche Christen sind (selbst nennen sie sich auch nicht "Missionare"). Nicht selten sind die Schüler/Gemeindemitglieder erstaunt und überwältigt von dem was hinter dem Bild von "lieben Gott" steckt und wie tiefgehend die Botschaft von einem Gott ist, der jeden Menschen persönlich liebt.)

Was zu sagen bleibt: noch denk ich immer noch in Deutsch, wenngleich ich bestimmt schon ein paar klitzekleine Fortschritte in meinem Englisch gemacht habe. Außerdem freue ich mich nach wie vor über Briefe, Mails und Lebenszeichen von euch!
Bis zum nächsten Mal!
Euer
Johannes

Keine Kommentare:

Kommentar veröffentlichen